Corona und das Geld: Herausforderung für das Projektmanagement

Die Corona-Krise kostet Geld – das ist nach fast einem Jahr Pandemie wohl kein Geheimnis mehr. Branchen in der freien Wirtschaft sind unterschiedlich stark betroffen. Gerade Wirtschaftszweige, die zu einem signifikanten Teil auf den internationalen Warentransport und Koordination bauen, finden sich nun in einer kritischen Lage wieder. Unter anderem kämpft das Projektmanagement im Anlagenbau mit den andauernden Auswirkungen der Krise. Doch auch langfristig drohen aufgrund der zahlreichen eingetretenen Verzögerungen vielen Unternehmen noch Spätfolgen.

Projektmanagement: Software schafft kurzfristig Klarheit

Wer im Maschinen- und Anlagenbau auf eine vollumfängliche Projektmanagement-Software wie COMAN setzt, befindet sich für laufende und zukünftige Projekte schon einmal im Vorteil. Mit einer solchen Lösung ist es möglich, auch bei Großprojekten den Überblick zu behalten. Über Schnittstellen werden alle relevanten Projektdaten zu Fortschritt, Verzögerungen, Materialvorräten und mehr an einer Stelle zusammengefasst: So entsteht deutlich schneller ein klares Bild, als es bei einer getrennten Verarbeitung und Ansicht von Daten der Fall wäre. Für die unmittelbare Problembekämpfung eignet sie sich also hervorragend.

Für die Festlegung einer langfristigen Gesamtstrategie ist eine Projektmanagement-Software im Gegensatz dazu nicht konzipiert. Im Allgemeinen sind die schlussendlichen Folgen der Pandemie ohnehin nur sehr schwer absehbar. Niemand weiß, wie die Welt in drei, sechs oder neun Monaten aussehen wird. Das führt automatisch zu Problemen für die langfristige Planung von Projekten in industriellen Großprojekten. Die Corona-Krise zeigt: Bei allem Geld, das in Maschinen- und Anlagenbauprojekte investiert wird, ist die Anfälligkeit gegenüber Störeinflüssen immer noch deutlich vorhanden.

Mit Corona planen heißt, sich auf Mehrkosten einzustellen

Corona wird den Faktor Geld in vielen Unternehmen noch auf Jahre mitbestimmen. Wo es möglich ist, sollte im Projektmanagement deshalb mit Mehrkosten kalkuliert und auf entsprechende Folgen vorbereitet werden. Im Maschinen- und Anlagenbau betrifft dies vor allem eine Verlängerung der Bauzeit, mit der Vertragsstrafen einhergehen könnten. Noch ist unklar, ob die Corona-Pandemie aufgrund der komplexen geopolitischen Umstände als Force majeure gewertet wird. In einem solchen Fall könnte argumentiert werden, dass eine verlängerte Bauzeit unter den angeführten Umständen akzeptabel ist.

Branchen, die aktuell großzügig finanzierte Experimente und Innovationen durchführen, sind in der Krise besonders gefordert. Das gilt unter anderem im Automotive-Bereich, wo bei OEMs und Zulieferern Umsatzeinbußen durch die Pandemie nun auf Verzögerungen im Projektablauf bei der Umstellung auf alternative Antriebe treffen. Davon ist erneut in hohem Maße der Maschinen- und Anlagenbau betroffen, der unter anderem für den Bau neuer und die Anpassung existierender Produktionslinien verantwortlich ist. Aus dieser Art von Situation ergeben sich wiederum Folgeschäden: Eine schwächere Wirtschaft führt zwangsläufig zu weniger Aufträgen. Investoren könnten abspringen, was den finanziellen Spielraum in vielen Unternehmen noch kleiner werden lassen könnte. Bis eine Erholung eintritt, könnte viel Zeit vergehen.

Fazit: Mit Corona-Realismus Geld sparen und Werte erhalten

Corona und der Faktor Geld sind in allen Branchen untrennbar miteinander verbunden. Daher sollten Unternehmen sich weiterhin realistisch zeigen. Das bedeutet, die aktuellen Einschränkungen zu verstehen und in allen Bereichen so gut wie möglich damit zu arbeiten. Nur, wer auch in der Krise einen kühlen Kopf bewahrt, kann am Ende erfolgreich aus dieser unsicheren Zeit hervorgehen.

Den Einfluss der Pandemie auf das eigene Unternehmen klar zu bestimmen, ist hier bereits ein großer Faktor. Zwar kann der genaue Verlauf nicht vorhergesehen werden, dennoch ist es mehr als wahrscheinlich, dass Einschränkungen sich in der Bauphase bemerkbar machen werden. Hier ist es wichtig, die Probleme konstruktiv anzugehen und mit Auftraggebern über Lösungen zu sprechen, die für alle Seiten akzeptabel sind. Was kurzfristig wie ein Verlust aussieht, kann mittelfristig das Vertrauen stärken und trotz aller Widrigkeiten zu einem erfolgreichen Projektabschluss führen.